«Wie ein Lottosechser war die Nachricht für mich, dass es eine Person mit passenden Merkmalen gibt.»
Christian Bregy, Empfänger einer Blutstammzellspende«Wie ein Lottosechser war die Nachricht für mich, dass es eine Person mit passenden Merkmalen gibt.»
Christian Bregy, Empfänger einer Blutstammzellspende
Für viele Patientinnen und Patienten beginnt Hoffnung mit einer Suche. Das Schweizer Blutstammzellspenderegister verbindet medizinische Datenqualität mit internationaler Vernetzung und ermöglicht so, weltweit passende Spenderinnen und Spender zu identifizieren und Transplantationen zu koordinieren.
Gezielte Rekrutierungsmassnahmen sowie die laufende Pflege der Daten verbessern die Erreichbarkeit und erhöhen die Chancen, für Patientinnen und Patienten rasch eine passende Spende zu finden.
Die wichtigsten Kennzahlen zeigen 2025 ein stabiles Wachstum und eine gezielte Verjüngung des Registers. Gleichzeitig wurde die Datenqualität weiter verbessert.
Bestand
199’783 registrierte Personen (Vorjahr: 190'800)
→ kontinuierlicher Ausbau
Altersstruktur
Durchschnittsalter: 38,0 Jahre (Vorjahr: 37,9)
23,3 % unter 30 Jahren (Vorjahr: 24,1 %)
→ Register wird leicht jünger
Geschlechterverteilung
Gesamtregister: 36,0 % Männer (Vorjahr: 36,0 %)
Neuregistrierte: 37,9 % Männer (Vorjahr: 37,9 %)
→ gezielte Ansprache männlicher Spender zeigt Wirkung
Neue Registrierungen
11'753 neue Spenderinnen und Spender (Vorjahr: 10'665)
66,7 % davon unter 30 Jahren (Vorjahr: 68,1 %)
→ weiterhin Fokus auf junge Zielgruppen
Austritte
2’781 alters- oder gesundheitsbedingte Abgänge (Vorjahr: 2'956)
→ natürlicher Erneuerungsprozess des Registers
Verfügbarkeit
57,3 % bei konkreten Spendeanfragen (Vorjahr: 56,9 %)
→ leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr
Datenpflege
10’000 Personen kontaktiert (Vorjahr: 50'000)
40 % Rücklauf (Vorjahr: 43 %)
→ aktuelle und verlässliche Angaben
Gezielte Rekrutierungsmassnahmen trugen 2025 wesentlich dazu bei, junge Menschen für die Blutstammzellspende zu gewinnen. Zentrale Treiber waren die Weiterführung der Kampagne «Sei der Match fürs Leben» über digitale und physische Kanäle sowie eine einfach und intuitiv nutzbare Online-Registrierung.
Die Kampagne «Sei der Match fürs Leben» setzt bewusst auf eine klare Ansprache der jungen Zielgruppe und eine konsequente Umsetzung entlang des See-Think-Do-Modells. Die Kombination aus konsistenter visueller Präsenz, digitalen Kanälen und glaubwürdigen Content Creators erwies sich als wirksam: Die Bekanntheit der Blutstammzellspende stieg messbar und wurde durch eine Marktforschungsstudie bestätigt, die Neuregistrierungen nahmen während der Kampagnenlaufzeit deutlich zu. Die Auszeichnung am Best of Swiss Web Award bestätigte die Qualität und die Wirkung des Ansatzes.
Ein besonders wirkungsvolles Element war die Zusammenarbeit mit Content Creators. Hervorzuheben ist das Video von Peter Bolliger, der die Krankheitsgeschichte seines Freundes Manuel dokumentierte. Der persönliche Einblick und die authentische Erzählweise vermittelten eindrücklich, was eine Blutstammzellspende bewirken kann, und erreichten auch Zielgruppen, die mit klassischen Kommunikationsmitteln kaum angesprochen werden können.
Manche Geschichten beginnen auf einem Baugerüst, andere im Spital, im Familienalltag oder mitten im Leben. Sie handeln von Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen, mit eigenen Fragen, Zweifeln und Beweggründen. Gemeinsam ist ihnen der Moment, in dem sie sich entscheiden, etwas von sich zu geben – Zeit, Aufmerksamkeit oder eine Spende, die für andere entscheidend werden kann.
Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Spenderinnen und Spender authentische und ehrliche Einblicke in ihre Erfahrungen mit der Blutstammzellspende gegeben. Mit ihren persönlichen Geschichten möchten sie andere Menschen zur Registrierung ermutigen. Diese Einblicke machen den Prozess greifbarer und helfen, Unsicherheiten und Ängste abzubauen.
Was diese Geschichten verbindet, ist nicht das Aussergewöhnliche, sondern die Haltung dahinter: Verantwortung zu übernehmen, wenn es darauf ankommt. Zusammen ergeben sie ein vielstimmiges Bild davon, wie individuelles Handeln Wirkung entfalten kann – leise, persönlich und von grosser Bedeutung für Patientinnen und Patienten.
Die persönlichen Geschichten finden Sie im Magazin auf unserer Website.