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«Wie ein Lottosechser war die Nachricht für mich, dass es eine Person mit passenden Merkmalen gibt.»

Christian Bregy, Empfänger einer Blutstammzellspende

Für viele Patientinnen und Patienten beginnt Hoffnung mit einer Suche. Das Schweizer Blutstammzellspenderegister verbindet medizinische Datenqualität mit internationaler Vernetzung und ermöglicht so, weltweit passende Spenderinnen und Spender zu identifizieren und Transplantationen zu koordinieren.

   199’783
registrierte Personen
+4,7 % gegenüber dem Vorjahr
   11'753
Neuregistrierungen
davon 66,7 % unter 30 Jahren
   57,3 %%
Verfügbarkeit bei Anfragen
+0,3 % gegenüber dem Vorjahr

Gezielte Rekrutierungsmassnahmen sowie die laufende Pflege der Daten verbessern die Erreichbarkeit und erhöhen die Chancen, für Patientinnen und Patienten rasch eine passende Spende zu finden.

Die wichtigsten Kennzahlen zeigen 2025 ein stabiles Wachstum und eine gezielte Verjüngung des Registers. Gleichzeitig wurde die Datenqualität weiter verbessert.

Bestand

  • 199’783 registrierte Personen (Vorjahr: 190'800)

→ kontinuierlicher Ausbau

Altersstruktur

  • Durchschnittsalter: 38,0 Jahre (Vorjahr: 37,9)

  • 23,3 % unter 30 Jahren (Vorjahr: 24,1 %)

→ Register wird leicht jünger

Geschlechterverteilung

  • Gesamtregister: 36,0 % Männer (Vorjahr: 36,0 %)

  • Neuregistrierte: 37,9 % Männer (Vorjahr: 37,9 %)

→ gezielte Ansprache männlicher Spender zeigt Wirkung

Neue Registrierungen

  • 11'753 neue Spenderinnen und Spender (Vorjahr: 10'665)

  • 66,7 % davon unter 30 Jahren (Vorjahr: 68,1 %)

→ weiterhin Fokus auf junge Zielgruppen

Austritte

  • 2’781 alters- oder gesundheitsbedingte Abgänge (Vorjahr: 2'956)

→ natürlicher Erneuerungsprozess des Registers

Verfügbarkeit

  • 57,3 % bei konkreten Spendeanfragen (Vorjahr: 56,9 %)

→ leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr

Datenpflege

  • 10’000 Personen kontaktiert (Vorjahr: 50'000)

  • 40 % Rücklauf (Vorjahr: 43 %)

→ aktuelle und verlässliche Angaben

Gezielte Rekrutierungsmassnahmen trugen 2025 wesentlich dazu bei, junge Menschen für die Blutstammzellspende zu gewinnen. Zentrale Treiber waren die Weiterführung der Kampagne «Sei der Match fürs Leben» über digitale und physische Kanäle sowie eine einfach und intuitiv nutzbare Online-Registrierung.

Die Kampagne «Sei der Match fürs Leben» setzt bewusst auf eine klare Ansprache der jungen Zielgruppe und eine konsequente Umsetzung entlang des See-Think-Do-Modells. Die Kombination aus konsistenter visueller Präsenz, digitalen Kanälen und glaubwürdigen Content Creators erwies sich als wirksam: Die Bekanntheit der Blutstammzellspende stieg messbar und wurde durch eine Marktforschungsstudie bestätigt, die Neuregistrierungen nahmen während der Kampagnenlaufzeit deutlich zu. Die Auszeichnung am Best of Swiss Web Award bestätigte die Qualität und die Wirkung des Ansatzes.

Ein besonders wirkungsvolles Element war die Zusammenarbeit mit Content Creators. Hervorzuheben ist das Video von Peter Bolliger, der die Krankheitsgeschichte seines Freundes Manuel dokumentierte. Der persönliche Einblick und die authentische Erzählweise vermittelten eindrücklich, was eine Blutstammzellspende bewirken kann, und erreichten auch Zielgruppen, die mit klassischen Kommunikationsmitteln kaum angesprochen werden können.

Manche Geschichten beginnen auf einem Baugerüst, andere im Spital, im Familienalltag oder mitten im Leben. Sie handeln von Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen, mit eigenen Fragen, Zweifeln und Beweggründen. Gemeinsam ist ihnen der Moment, in dem sie sich entscheiden, etwas von sich zu geben – Zeit, Aufmerksamkeit oder eine Spende, die für andere entscheidend werden kann.

Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Spenderinnen und Spender authentische und ehrliche Einblicke in ihre Erfahrungen mit der Blutstammzellspende gegeben. Mit ihren persönlichen Geschichten möchten sie andere Menschen zur Registrierung ermutigen. Diese Einblicke machen den Prozess greifbarer und helfen, Unsicherheiten und Ängste abzubauen.

Was diese Geschichten verbindet, ist nicht das Aussergewöhnliche, sondern die Haltung dahinter: Verantwortung zu übernehmen, wenn es darauf ankommt. Zusammen ergeben sie ein vielstimmiges Bild davon, wie individuelles Handeln Wirkung entfalten kann – leise, persönlich und von grosser Bedeutung für Patientinnen und Patienten.

Die persönlichen Geschichten finden Sie im Magazin auf unserer Website.

Altersverteilung

Altersverteilung Schweizer Register 2025

Das Durchschnittsalter aller registrierten Personen betrug 38,0 Jahre (2024: 37,9). 23,3 % aller registrierten Personen waren jünger als 30 Jahre (2024: 24,1 %).

Altersverteilung der Schweizer Spenderinnen und Spender bei der Entnahme

Verfügbarkeit Schweizer Spendende Zeitpunkt CT

2025 betrug sie 57,3 %. Bei der Kontaktaufnahme waren die Absagegründe bei 24 % medizinischer und bei 19 % persönlicher Natur.