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«Oft beginnt eine Spende ganz unspektakulär – mit einem Telefonat.»

Daniel Grossen, Mitarbeiter Blutspende SRK Schweiz, Workup Koordination

Viele Transplantationen werden erst durch internationale Kooperationen möglich. Wenn in der Familie kein passender Spender gefunden wird, können Register weltweit innert kurzer Zeit angefragt werden. Diese Vernetzung erweitert die Chancen für Patientinnen und Patienten erheblich.

   44,1
Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender sind weltweit registriert.
   43%
aller potenziellen Spenderinnen und Spender sind in Europa registriert.
   2
von 198 unverwandten Transplantaten für Schweizer Patientinnen und Patienten stammten 2025 aus der Schweiz.

Hinter internationalen Spendersuchen stehen komplexe medizinische und logistische Abläufe. Ausgelöst werden sie jedoch häufig durch einen ganz konkreten Moment im Arbeitsalltag der Koordination.

Während das deutsche Register mehrere Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender umfasst, ist unser Register mit knapp 200’000 Registrierten deutlich kleiner. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland eine passende Spende zu finden, statistisch höher als in der Schweiz.

Die internationale Zusammenarbeit bleibt ein zentrales Element der Blutstammzellspende. Die hohe Typisierungsqualität und die junge Altersstruktur der in der Schweiz registrierten Personen machen das Register weltweit zu einem gefragten Partner.

Die World Marrow Donor Association (WMDA) ist der weltweite Dachverband der Register für Blutstammzellspenderinnen und -spender. Sie vernetzt nationale Register und schafft die Grundlage für eine verlässliche internationale Zusammenarbeit.

Für die Schweiz ist diese Vernetzung von zentraler Bedeutung. Aufgrund der äusserst tiefen Selbstversorgungsrate kann nur ein sehr kleiner Teil der Patientinnen und Patienten mit einem passenden Spender aus dem eigenen Land versorgt werden. Für die grosse Mehrheit ist die Suche in internationalen Registern deshalb unerlässlich.

Dank der WMDA ist das Schweizer Register Teil eines globalen Netzwerks. Über standardisierte und sichere Prozesse können Daten ausgetauscht und Spenderinnen und Spender weltweit gesucht werden. International abgestimmte Richtlinien zu Qualität, Ethik, Datenschutz und Spenderschutz geben den Rahmen vor, damit alle Beteiligten nach hohen Standards arbeiten.

So wird internationale Zusammenarbeit zur Voraussetzung dafür, dass Patientinnen und Patienten in der Schweiz überhaupt Zugang zu einer lebensrettenden Stammzelltransplantation erhalten.

Dank der internationalen Zusammenarbeit der Register haben Patientinnen und Patienten weltweit bessere Chancen, eine passende Spende zu erhalten – auch in der Schweiz. Je vielfältiger der genetische Hintergrund, desto aufwendiger gestaltet sich die Suche. Gleichzeitig bleiben Spenden aus der Schweiz international gefragt.

Von den 198 unverwandten Transplantaten für Schweizer Patientinnen und Patienten im Jahr 2025 stammten nur 2 aus der Schweiz.

Insgesamt kamen die Spenden aus 23 Ländern, die meisten aus Deutschland (112), gefolgt von Polen (20), den USA (16) und Grossbritannien (9). Diese Länder verfügen über besonders grosse Register.

Die 105 Blutstammzellspenden sowie 3 Nabelschnurblutspenden aus der Schweiz gingen in die USA (29), nach Deutschland (15), Italien (14) sowie in 20 weitere Länder (inklusive der Schweiz).

1 RS 1 HR 1 SK 1 HU 3 BE 1 AU 1 TR 1 TR 1 IE 1 RU 1 NZ 1 NZ 2 JP 1 DK 1 DK 1 CY 1 CL 1 AR 7 FR 2 FR 2 ES 3 ES 2 CZ 2 CZ 2 CH 2 CH 2 CA 1 CA 3 SE 2 SE 3 NL 4 NL 3 GR 1 GR 4 IT 14 IT 4 AT 6 IL 9 GB 10 GB 16 US 29 US 4 PL 20 PL 112 DE 15 DE

Herkunft der Produkte 2025 für Schweizer Patientinnen und Patienten

Bestimmungsort der Produkte 2025 von Schweizer Spenderinnen und Spendern